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Geschichte des Bistums Chachapoyas

Der Name unseres Partnerbistums leitet sich von dem prähistorischen Andenvolk ab, dem die Inkas den Namen Chachapoya gaben, was in Quechua „Wolkenmenschen oder Nebelkrieger“ bedeutet. Laut Beschreibungen der Inkas und Spanier waren „die Chachapoya große und eher hellhäutige Krieger mit hellem Haar“. Es wird sich aber nicht um blonde Indianer gehandelt haben, sondern – im Vergleich zu den übrigen Andenvölkern – nur um Menschen mit etwas hellerer Hautfärbung. Um das Jahr 1475 wurde das ungefähr 500 000 Menschen zählende Urvolk von den Inkas unterworfen und größtenteils deportiert. Nach Eintreffen der Spanier in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts verbündeten sich Reste der Chachapoya sogar mit den neuen Eroberern im Kampf gegen die Inkas, starben jedoch bald aufgrund der von den Konquistadoren eingeschleppten Krankheiten wie Pocken- und Maserninfektionen aus.

Im ehemaligen Siedlungsgebiet der Chachapoya wurden diverse interessante Ausgrabungen gemacht, wie von Begräbnisstätten und großen Stadtanlagen, die letzten erst in den 1990er Jahren und nach der Jahrtausendwende, die einen guten Einblick in die recht hochentwickelte Kultur des ausgestorbenen Andenvolkes geben.

Die Diözese Chachapoyas ging aus der 1634 gegründeten Jesuitenmission Maynas hervor, die im Jahr 1805 von Papst Pius VII. zur Diözese Maynas erklärt und erst später in Chachapoyas umbenannt wurde. Das anfänglich riesige Bistum wurde mehrfach geteilt und umfasst heute eine Fläche von rund 21 000 Quadratkilometern im Departement Amazonas. Die größte Stadt Chachapoyas ist gleichzeitig Hauptstadt des Departements Amazonas und Sitz der Diözese Chachapoyas. Über 90 Prozent der 350 000 Einwohner sind katholisch und werden von ungefähr 25 Priestern und 70 Ordensschwestern seelsorglich betreut.

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chachapoyas/geschichte_des_bistums_chachapoyas.txt · Zuletzt geändert: 2019/07/05 15:44 (Externe Bearbeitung)